Hände

Da das Modellieren von Händen für die meisten mit zu den schwierigsten Arbeiten gehört, hier eine Bild-Anleitung:

Ich habe mein Hand auf ein Stück Papier gelegt und mit einem Stift nachgezeichnet. Da die Hand später auch geöffnet sein soll, in entsprechender Haltung.
Das Papier habe ich mit ca minus 1 cm ausgeschnitten. Habe das Papier auf Draht gelegt und diesen mit ca 1 cm plus ausgeschnitten.
Die Ränder umbiegen. Wieder auf Draht legen und die Rückseite ebenso zuschneiden und umbiegen.
Die Hand „in Form“ bringen. Ein Moniereisen für die spätere Anbringung an die Arme einschieben.
Ich habe dann mit Schnellzement das Moniereisen und die Form fixiert. Sonst könnte es passieren, dass sich der Maschendraht beim Auftragen des Mörtels wieder verbiegt.
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Den Draht mit einer ersten Mörtelschicht bedecken und erhärten lassen.
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Ich empfehle, die Außen- und Innenflächen der Hände zeitlich getrennt weiter zu bearbeiten. Sonst zerdrückt ihr euch immer wieder das soeben mühsam  Modellierte. Oder ihr baut, giesst euch eine stabile Halterung, in die ihr die Moniereisen stecken könnt.
Tragt eine komplette Schicht auf, so dass der Draht bedeckt ist. Dann arbeitet ihr mit einem kleinen Werkzeug grob die Finger aus. Knöchel werden mit zusätzlichem Mörtel aufgesetzt. Jetzt solltet ihr darauf achten, dass der Mittelfinger der längste ist und auch der kleine Finger sich abhebt.
Auch für diese Schicht habe ich Zementmörtel genommen. So bleibt die Oberfläche rau(h?) genug für die nächste Schicht.
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Ein Original zum Abgucken hat ja jeder an sich 😉
Wie ihr hier seht, hätte ich den Daumen im Grundgerüst doch besser noch etwas schmaler gemacht!

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Dann arbeite ich die Innenhandflächen ebenso. Hier gestalte ich schon etwas stärker die Falten. Außer mit einem Anstrich  aus Fugenbreit oder -bunt wird die Fläche nicht weiter bearbeitet, da sie zumeist doch nach unten zeigt.

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Normalerweise bearbeite ich die Außenflächen auch schon, wenn die Hände noch nicht am Körper angebracht sind. Da mir aber die Zeit davonläuft und ich die Figur in 4 Wochen zu einem 50sten verschenken möchte, habe ich sie heute „einbetoniert“. Da die Figur noch ein Buch bekommt, werde ich noch etwas „Sauerei“ machen und mache die Feinarbeiten zum Schluss.
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Langsame Annäherung an das Original 😉
Die Hände habe ich einmal mit Fugenbreit gestrichen bzw nachmodelliert; den Kopf auch. Die Masse „klebt“ sehr gut auf dem Untergrund.
Hätte die Hände doch noch etwas kleiner machen können.

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9 Kommentare zu Hände

  1. Britta sagt:

    Gute Idee! Bin gespannt, wie’s weiter geht.
    Der Draht wird also quasi in der selben Grösse ausgeschnitten, wie Deine umrissene Hand, das Papier entsprechend 1cm kleiner? (Rosa Papier – sieht aus wie umdrahtete Gummihandschuhe. )

    Aber… Du arbeitest doch wohl nicht in der KÜCHE?!??? 😉

  2. Marita sagt:

    Wichtig ist, dass das Papier kleiner zugeschnitten ist als die Hand werden soll. Der Draht wird ja umgebogen. Also schneide ihn so, wie es die Maschen am besten hergeben (kann auch mehr als 1 cm sein).

    P.S. Arbeite in der alten Waschküche. Bei dem Wetter schickst Du keinen Hund vor die Tür, also schon gar nicht elfenkleine Wesen 🙂

  3. Britta sagt:

    Sieht schon sehr vielversprechend aus – könnte ich direkt mal selbst probieren…
    Hast du eine Idee, wie man so eine Hand maßstabsgerecht vergrössert?
    Ich hätte gern noch eine Hand zu meinem übergrossen Hypertufa-Gesicht ins Beet gelegt… Sie sollte nur evtl. etwas zu lange Finger bekommen. Ob das auch mit der Rastertechnik geht, wie bei meinem Elefanten? (Umreissen, ausschneiden, aufs Raster legen, nochmal eine Linie drum und dann auf ein entsprechend grösseres Raster übertragen?)

    Himmel, hoffentlich ist bald Feierabend. 😉

  4. Marita sagt:

    Natürlich kannst Du die Rastertechnik auch hier anwenden. Nur ist das bei einer so einfachen Form eigentlich nicht notwendig. Eine Handlänge reicht vom Kinn bis zur Oberkante der Stirn. Dieses Maß kannst Du ja von Deinem Gesicht nehmen und zeichnest eine einfache Handform auf das Papier.
    Wieso Feierabend? Surfst Du etwa während der Arbeitszeit im Internet? 😉

  5. Britta sagt:

    Aber nicht doch! Mittagspause bis 13:10 Uhr. Ich lag also noch voll in der Zeit. 😉
    Schade, dieses Wochenende muss noch so viel anderes erledigt werden.. aber vielleicht klappt’s ja später noch mit der Hand.
    Bin jedenfalls neugierig, wie sie bei Dir fertig aussieht. Ich nehme an, Du modellierst sie erst aus, wenn sie am endgültigen Besitzer sitzt?

  6. Britta sagt:

    Na, was macht die Dame? Liest sie schon ein richtiges Buch?
    (Himmel, Gesichter kannst Du!)

    Freitägliche Grüsse
    Britta

  7. Marita sagt:

    Wo bleibt die Zeit? Bin wegen des Wetters nicht so weit gekommen wie ich wollte. Das Gesicht und die Frisur müssen noch ausgearbeitet werden und die Kleidung bekommt noch mehr Falten, so dass sie natürlicher aussieht. Schuhe sind ja auch noch nicht der Hit. Also

    to be continued…

  8. Britta sagt:

    Den Kragen hast Du ja schon wieder so dünn gemacht. Ja, bricht der denn nicht??
    Oder war das wieder eine Spezialmischung?

  9. Marita sagt:

    Wie Du auf dem vorherigen Bild siehst, ist die Grundlage für den Kragen 2 Lagen Maschendraht mit Zeitungspapier dazwischen. Erst Mörtel darauf und dann mit Fugenbreit sauber verarbeitet. Teilweise ist der untere Rand des Kragens auch noch mit dem Körper verbunden. Nee, bricht nicht 😉

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