Hypertufa

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Hypertufa ist ein von Menschen erfundener Begriff für künstliches Tuff-Gestein. Es ist porös,  wasserdurchlässig und es begünstig das Pflanzenwachstum.
Hypertufa ist relativ leicht im Vergleich zu Terracotta oder Beton. Es hält Temperaturen bis zu -30 ° C stand.
Es gibt die verschiedensten Rezepte für Mischungen.
Hauptbestandteile sind:
Zement
Torf (natur)
Perlit (oder Vermiculite)
evt Sand

Infos zu Perlit:
Perlit ist ein mineralischer Wasserspeicher, eine Drainage – ähnlich Vermiculite.
Bei der Herstellung der Perlite-Produkte hat die Natur einige Jahrmillionen Vorarbeit geleistet. Der Ausbruch unterseeischer Vulkane setzte Lava frei,  deren Gluthitze durch das Meerwasser allmählich abgekühlt wurde. Dabei entstand das mineralische Gestein Perlit. Dieses Gestein in Hochöfen erhitzt,  bläht sich auf das bis zu 20-fache seines ursprünglichen Volumens auf. Das dabei entstehende Perlite-Granulat dient als Ausgangsstoff für die Weiterverarbeitung zu unterschiedlichen Produkten.
Perlite-Produktanwendung:
Im Garten- und Landschaftsbau und als Bau- und Dämmstoffe.
Perlite ist ein Naturstoff:
– frei von Schadstoffen
– gesundheitlich unbedenklich
– absolut umweltverträglich
– problemlos recyclefähig

weitere Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Perlit_%28Gestein%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Vermiculit
http://www.knauf-perlite.de/

Es gibt Pflanzen-Perlit und Dämm-Perlit zu kaufen. Inwiefern sie sich unterscheiden und welches Produkt für Hypertufa angebracht ist, weiss ich noch nicht. Für meine ersten Versuche habe ich „Staubex“ von Knauf im Baustoffhandel gekauft (100l für 13,50 Euro). Dieses Dämm-Perlit nimmt kein Wasser auf. Im Moment mache ich Versuche mit  Isoself von Knauf (100l für ca 14,95 Euro). Isoself speichert Wasser.

Verarbeitung:
1. Die einzelnen Bestandteile werden trocken zusammengemischt.

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2. Vorsichtig mit Wasser mischen.

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3. Die Konsistenz sollte so sein, dass man einen Ball formen kann und dieser nicht auseinanderfällt. Vorsicht bei zuviel Wasserzugabe: es läuft euch beim Modellieren aus dem Mörtel auf den Boden der Form.

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4. Ihr könnt beliebige (Plastik)Formen nehmen. Sinnvoll ist es, die Form mit einer Plastikfolie auszulegen. Die Falten der Folie ergeben eine interessante Aussenstruktur und es erleichtert später das Herausnehmen des Topfes.
Die Mörtelmasse wird nun in den Topf eingedrückt- erst der Boden, dann die Ränder. Die Dicke sollte ca 3-4 cm betragen.

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5. Mit dem Finger wird eine Drainage-Öffnung in den Boden gedrückt.

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Nun muss sie einige Tage härten. Je nach Witterung könnt ihr die Schale in Plastikfolie einwickeln, damit sie nicht zu schnell austrocknet. Auch nach dem Herausnehmen sollte sie nicht sofort bepflanzt werden sondern noch einige Zeit trocknen.

Nachfolgend einige Rezepturen. Ich empfehle einzelne Platten aus den verschiedenen Mischungen herzustellen. So habt ihr Muster für unterschiedlichen Strukturen und Gewichte.

I.  3 Teile Portland-Zement
4 Teile Torf
5 Teile Perlit

II. 1 Teil Portland Zement
1.5 Teile Torf
1.5 Teile Perlit

III. 1 Teil Portland Zement
2 Teile Torf
1 Teil Sand

Hier sind die Bestandteile im Verhältnis 1:3 gemicht. (1 Teil Zement auf 3 Teile Zusatzstoffe).

Eine Rezeptur für eine extrem leichte und felsig wirkende Mischung ist:
IV. 1.5 Teile Zement
1 Teil Torf
3 Teile Perlit

Andere schwören auf die Formel: 2:3:4
V. 2 Teile Zement
3 Teile Sand
4 Teile Torf

Diese Mischung ist durch den hohen Sandanteil nach dem Trocknen schwerer aber sicherlich auch stabiler.

Da eine Drahtarmierung fehlt, kann es sicherlich nicht schaden, einige Verstärkungsfibern untermischen. 1 kleine Handvoll pro Topf.

Ich schlage vor: einfach ausprobieren…

Hier noch einige interessante links. Weitere Erfahrungsberichte folgen in Beiträgen.


http://www.youtube.com/watch?v=-FSkPu_x5Qs&feature=related
http://www.efildoog-nz.com/hypertufa.htm
http://www.timpyworks.com/

Na dann, viel Vergnügen beim Ausprobieren!

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