Die Sitzgelegenheiten auf http://www.garten-skulpturen.com/ sind ja wunderschön gearbeitet und sehen bequem aus.
Ich habe mir auch einen Relax-Sitzstein gemacht. Ich habe mir einen Sitzsatz aus Sackleinen genäht und mit Styroporkugeln gefüllt. Habe dann Schnellzement angerührt. Habe den Mörtel grosszügig auf der Sitzfläche verteilt und eine Freundin musste es sich dann auf einer Plastikfolie auf dem Sitzkissen gemütlich machen. So habe ich erst einmal eine (po)passgenaue Sitzfläche erhalten. Dann habe ich die restlichen Flächen eingeschmiert. Wichtig ist, dass die Freundin viel Zeit mitbringt. 😉
Nach dem Erhärten habe ich noch Schichten mit normalem faserarmiertem Mörtel aufgetragen. Den Bogen habe ich nachträglich mit ausgestopftem Hasendraht angebracht.
Natürlich dürft ihr den Boden nicht vergessen.
Ein Loch in der Mitte zum Ablauf des Wassers wäre wohl sinnvoll gewesen (aber wie nähen?).
Auf das Gewicht darf man bei diesen Objekten aber keine Rücksicht mehr nehmen!
Ich denke, dass für einen Sessel wie auf der Internetseite zu sehen ist ein Gerüst aus Rippenstreckmetall ausreicht. Man könnte es ja vorsichtshalber mit Moniereisen verstärken. Ein Mörtel mit Fasern versetzt lässt auch nicht so viel durch die Maschen fallen.
Diesen Sessel hatte ich mal vorbereitet, bin aber leider noch nicht weiter…
Oh, das wird wohl ein richtiger Thron!?
Der erste Sitz sieht ein wenig aus, als wäre er aus Gummi. Mal schnell in die Schlaufe greifen und ziehen – und ab zum Orthopäden! 🙂
Faserarmierter Mörtel – kaufst Du den fertig? Ich habe im Zuge der Hypertufa-Recherchen überall nach „Fasern in Tüten“ gesucht, aber nix gefunden. Da dachte ich mir, vielleicht sind die aus gesundheitlichen Gründen in D nicht einfach so zu kaufen?
Gruss
Britta
Die AR Fasern/Fibern habe ich aus einem Baustoffhandel. Nennen sich Verstärkungsfibern für Estrich; sind weiss und ca 2 cm lang. Sie werden beim Estrichgiessen mit eingearbeitet. Ansonsten habe ich sie auch nur bei Sven Backstein gefunden. Diese sind sehr lang (4 cm). Möglicherweise lassen sie sich aber besser verarbeiten. Meine kurzen stehen schon mal aus dem Beton heraus, was aber nicht so schlimm ist da ich ja noch weitere Schichten auftrage.
Und gerade bei ebay gefunden
http://cgi.ebay.de/PP-FASER-fuer-1-m3-Beton-750g-verhindert-Schwindrisse_W0QQitemZ190312886419QQcmdZViewItemQQptZDE_Heimwerker_Baustoffe?hash=item2c4f883093&_trksid=p3286.c0.m14
Hier gibt es fachliche Infos
http://www.rewa-austria.com/html/hauptseiten/produkte/zubehoer/zubehoer-glasfaserprodukte.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Faserbeton
Ja ich glaube, ich streiche mein „Gummiboot“ wieder grau…
Aber bequem ist er/es!!! 😀
Die Grundidee bei meinem „Thron“ war ein ausgehöhlter Baumstamm in dem meine „Mutter Erde“ sitzt.
Ach ja, nächstes Jahr 😉
Hallo,
wie Marita schreibt sind es AR (alkali Resident) Fasern dh. nicht Lugengängig bzw. kein picksen in der Haut.
Ansonsten hab ich als Tipp für Euch das Fasergewebe von Sven oder Glasfasergewebe welches es als Mückengitter von Schellenberg gibt.
Oder das feine nur 5cm breite selbstklebende welches Rissgitter auf Rollen, welches im Baumarkt in der Nähe der Rigips Platten gibt.
All diese Gewebe kann man über die „Hasengitter“ Struktur legen – und kann damit leichter den Mörtel aufbringen, ohne das er durch die 13mm Lücken des Gitters fällt.
Gruß
Uli
PS: solche Sitze gefallen mir – Sven hat auf seiner Seite auch ein nettes Exemplar.
http://www.backstein-objekte.de/contents/media/t_Arne.jpg
Zu diesem Gewebe: Dann könnte man mit dem Gewebe auch auf das Stopfen verzichten, weil sowieso kein Mörtel mehr durchfällt? (Also bei den kleineren Figuren jedenfalls?)
Ich muss ins Bett!
Gruss,
Britta
Marita, hast du den sitzsack nicht mehr mit draht umtüdelt? Ich dachte das muss sein wegen der stabilität…
und wer ist eigentlich sven?
Moin, moin
@Britta: Insbesondere bei grösseren Objekten ist diese Technik angebracht. Kleinere würde ich immer noch stopfen und dadurch stabilisieren. Bei Deinem kleinen Zauberer zB hättest Du ohne Stopfen ein wackliges Gerüst gehabt.
@Silke: Beton nimmt die Druckkräfte auf, Eisen und Fasern die Zugkräfte. So kann man je nach Objekt das Eisen durch Fasern ersetzen.
s link oben http://de.wikipedia.org/wiki/Faserbeton
Silke, Du brauchst jetzt erst einmal ein „Hallo-Wach-Brötchen“.
Sven = Sven Backstein, der „Betonkunst-Papst“, auf den wir hier ca 100mal verlinkt haben. 😀
Na das ist ja mal interessant. Von den Fasern hab ich auch schon bei SB gelesen. Das ist dann bei ihm die Beton-Maché Technik? Aber man könnte sich auch doppelt absichern und die Fasern auch bei den kleinen Objekten anwenden?
Sollte man denn die Fasern grundsätzlich benutzen? Bei welchen Objekten habt ihr sie benutzt?
Was ich mich eh schon lange frage ist, fängt das Zeitungspapier nicht irgendwann an zu faulen unter dem Objekt? Wenn man nicht hydrophobiert kann doch immer noch Regenwasser eindringen oder?
LG Tanja und euch allen einen schönen Sonntag… 😀
Na klar, Du könntest auch noch einen Statiker engagieren und Dir ein Gutachten erstellen lassen. 😉 Wir bauen doch kein Sidney Opernhaus.
Man muss unterscheiden zwischen Wasser und Wasserdampf. Der erhärtete Beton ist wasserdicht aber diffussionsoffen. Das heisst, dass die Feuchtigkeit aus dem Inneren verdunstet und nach außen abgeführt wird. Natürlich nur solange der Beton nicht versiegelt wird. Acrylfarben und Hydrophobierungsmittel sind i.d.R. aber diffussionsoffen.
Ich habe die Fasern bei meinem „Gummiboot“ benutzt, komplett ohne Drahtarmierung und z.B. bei einem stehenden Wesen
http://blog.mp-puppen.de/2009/07/02/zauberer/
Habe den Korpus mit Styroporflocken gefüllt und den Mörtel, damit nicht (so viel) durch die Maschen fällt, mit Fasern versetzt. Wäre aber für die Stabilität nicht nötig gewesen, da ich ja ein Drahtgerüst habe.
In den Büchern von Sherri Warner Hunter (Empf. v. Uli) wird u.a. das Bauen (oder sollte ich eher sagen „Giessen“?) eines Betonkübels beschrieben, zu dem sie einen Hypertufa-Mix verwendet, der folgedes enthält: Zement, Torf, Perlite und Polypropylen-Fasern. Das Ganze wird in eine entsprechende Form gegeben (hier ein abgestützter Karton). Dann lässt sie den Trog gefühlte Ewigkeiten in Folie gehüllt aushärten. Die einzige Armierung sind hier also die Fasern.
Deshalb habe ich auch angefangen, nach diesen Fasern zu suchen. 😉
Bei einer echten „Leichtgewicht-Figur“ (z.B. für einen Totem) benutzt sie einen Styropor-Korpus, dünne Schichten Zement/Mörtel und jede Menge von dem Fasergitter/-gewebe/-band. Das gibt dann wohl Stabilität, wiegt aber am Ende trotzdem fast nichts.
Darf ich eigentlich aus dem Buch was scannen und hier einstellen, oder gibt’s dann Scherereien wegen Copyright und so?
Viele Grüsse
Britta