Hallo,
mein Zauberer wird ja nun doch mal so laaangsam fertig. Gestern nachmittag habe ich ihn auf den Tisch gestellt und den unteren Rand mit Mörtel glatt abgezogen, um den Boden vorzubereiten.
Heute morgen habe ich ihn auf die Seite gelegt, um auf der Unterseite Mörtel aufzubringen. Ich habe die Ränder angefeuchtet und in die Mitte in den Maschendraht Mörtel gedrückt. Dann habe ich alles mit einer Leiste abgezogen. So bin ich mir nun zwar sicher, dass er später sicher steht und nicht wackelt, aber die Mörtelschicht ist nun sehr dünn, so dass ich den Maschendraht noch sehe.
Frage: Wie kriege ich weitere Schichten einigermassen sicher hin, ohne dass er am Ende doch noch wackelt, oder gar schräg steht? Gibt es einen Trick dafür? Oder reicht diese ganz dünne Mörtelschicht?
<>Gruss
Britta
Falls Du den Mörtel noch abkratzen oder abschlagen kannst, hätte ich folgenden Tipp:
Nimm eine ebene Fläche, lege ggf Plastikfolie darauf.
Dann machst Du einen grossen Klecks mit Zementmörtel (falls der Zauberer nachher im Erdreich steht, ist Kalkzementmörtel nicht angebracht), ca 2 cm dick und drücke den Zauberer hinein. Der Mörtel könnte zum Rand hin ruhig auslaufen (also breiter sein als der Zauberermantel). Ggf kannst Du die Ränder an den Mantel anpassen oder nachher durch Moos, Gras verdecken. Ansonsten kratze den überstehenden Mörtel weg. So hast Du eine ebene und ausreichend dicke Standfläche. Solltest ihn jetzt aber 2,3 Tage stehen lassen.
Hallo Marita,
danke für den Tipp. Ich muss den Guten jetzt erstmal auf dem Rücken liegen lassen, weil ich vorn auf die Hutkrempe noch etwas Mörtel aufgebaut habe.
Werde dann aber den Tipp mal ausprobieren (muss auch erst wieder „normalen“ Zementmörtel“ besorgen.)
Ein richtiges Fundament braucht er eigentlich nicht, er steht schon von alleine sicher, dadurch dass der Rock nach unten hin breiter wird. Aber auf Deine Weise ist wenigstens gegeben, dass er auch weiterhin gerade steht.
Warum sollte man Kalkzementmörtel nicht ins Erdreich stellen?
Ist nur eine Empfehlung; ausprobiert habe ich es nicht.
Bei meinen Recherchen im Internet habe ich folgende Infos gefunden:
„Zement ist steif nach seinem Abbinden, Kalk jedoch nicht. Deshalb mischt man die Anteile Zement und Kalk um eine elastischere Masse zu bekommen – Ausdehnung bei Temperatur etc. Nachteil ist dabei aber die fehlende Wasserabweisung.“
aus Prüfungsfragen
89. Erläutern sie die spezifischen Eigenschaften von Kalkmörtel,
Kalkzementmörtel, Zementmörtel, und Gipsmörtel und weisen sie auf die evtl. Unterschiede hin:
-Kalkmörtel: sehr gute Verarbeitbarkeit, geringe Festigkeit, gute Porosität, große kapillare Saugkraft, gute Wasserabsorptions-fähigkeit
-Kalkzementmörtel: höhere Festigkeit als Kalkmörtel und noch ausreichende Dehnfähigkeit, schnellere Erhärtung, gute Verarbeitbarkeit, kleinere Poren und Kapillaren als Kalkmörtel, daher weniger gute Wasserabsorptionsfähigkeit als
Kalkmörtel, aber bessere Wasserdampfabsorptionsfähigkeit
-Zementmörtel: sehr hohe Festigkeit, geringe Dehnfähigkeit, schlechte Verarbeitbarkeit, hohe Dichte, daher kaum Porosität, guter Verschlußwiderstand
OK, das sagt mir immerhin (wie Du ja auch schon), dass ich, wenn ich mal bei grösseren Figuren anfangen sollte, meinen geliebten Kalkzementmörtel erstmal ganz weit weg stellen sollte. Jedenfalls für die ersten Schichten. Wegen der Festigkeit. 😉
Den Zauberer werde ich ja in irgendeiner Form „beschichten“. Also erstmal Tiefgrund und dann evtl. noch Fugenbreit und/oder etwas Farbe hier und da. Das sollte ihn ja noch ein wenig „sichern“.
Beim Drachenschwanz (aus Zementmörtel) hab ich nach wie vor noch gar nichts gemacht; ich glaube, der gefällt uns ganz gut so, wie er ist (und wenn er später noch etwas grün wird).
Oh ja, das ist ja wirklich alles eine Wissenschaft für sich.
Marita, wie gut, daß es Dich gibt! 😉
Einen schönen Sonntag!
Britta